
Auf die jetzt in Kraft getretene Senkung der Mehrwertsteuer müssen auch die Energieversorger reagieren. Die Stadtwerke
Pritzwalk haben jetzt mitgeteilt, wie sie das machen wollen. Pritzwalk: Steuersenkung wird rückwirkend für ein Jahr in Ansatz gebrachtFür einen überwiegenden Teil ihrer Kundschaft gilt die Stichtagsablesung zum 30. September. Daran orientiert sich auch die Weitergabe der Senkung: „Die Kunden profitieren exakt ein Jahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 davon“, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer
Mirko Seidel im MAZ-Gespräch, „das heißt, rückwirkend für ein Jahr wird der Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent in Anrechnung gebracht.“Dabei gilt die Steuersenkung, die Teil des Konjunkturpakets der
Bundesregierung zur Corona-Krise ist, eigentlich nur für ein halbes Jahr – das Unternehmen gewährt seinen Kunden diesen Vorteil also doppelt so lange.Alle Pritzwalker Stromkunden profitieren
Analog wird bei den Stadtwerken Pritzwalk auch mit den Kunden verfahren, die zum 31. Dezember abgerechnet werden – für sie wird der geringere Mehrwertsteuersatz für das gesamte Jahr 2020 angerechnet.
Wer Abschläge zahlt, hat zunächst noch in seiner Rechnung den alten Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Hier wird die
Mehrwertsteuersenkung dann bei der Jahresverrechnung weitergegeben.Zudem gibt es Gewerbekunden, die ihren Strom monatlich abrechnen. Hier wird die Senkung über die monatsscharfe Abrechnung weitergegeben.
Im September und Dezember sind in
Pritzwalk die Ablesetrupps unterwegs Mirko Seidel erklärte dazu, dass das Bundesministerium für Finanzen den Energieversorgern die Möglichkeit gegeben hat, sich zwischen vier unterschiedlichen Abrechnungsvarianten zu entscheiden. Darunter war auch diejenige, für welche man sich jetzt in Pritzwalk entschieden hat. Mirko Seidel wies noch darauf hin, dass Ende September und Ende Dezember die Ablesetrupps unterwegs sind, „dann lesen wir die Zählerstände selber ab“. Wittenberge: Verminderter Steuersatz wird automatisch berücksichtigtDie Stadtwerke Wittenberge werden die temporäre Umsatzsteuerreduzierung ebenfalls vollständig an ihre Kunden weitergeben. „Der verminderte Umsatzsteuersatz wird in den Jahresabschlussrechnungen der Kunden berücksichtigt – unsere Kunden müssen nicht von sich aus aktiv werden“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Einsparung für einen Haushalt beträgt dieser Mitteilung zufolge mit einem beispielhaften Verbrauch von 3 500 Kilowattstunden Strom im Jahr etwas mehr als zwei Euro pro Monat.
Auch in
Perleberg wird der gesamte Jahresverbrauch niedriger besteuertDas Prignitzer Energie- und Wasserversorgungsunternehmen (PVU) in
Perleberg gibt die Mehrwertsteuersenkung an ihre Strom-, Erdgas-, Wasser- und Wärmekunden automatisch weiter und verfährt dabei ähnlich wie die Pritzwalker Kollegen. So steht es auf der PVU-Internetseite.Die Netto-Preise sind seit Jahresbeginn auf der Internetseite veröffentlicht und bleiben bis zur Abrechnung unverändert. Für Energie- und Wasserlieferungen gilt grundsätzlich der mit dem Kunden vereinbarte Ablesezeitpunkt als Leistungszeitpunkt.
PVU wird auch in diesem Jahr wieder Ende November bis Anfang Dezember 2020 die Ablesung der Zählerstände vornehmen und anschließend abrechnen. Damit wird der gesamte Jahresverbrauch zu Gunsten der Kundschaft mit dem niedrigeren Umsatzsteuersatz abgerechnet.
Aktiv werden müsse bei PVU kein Kunde. Man benötige keine Zählerstände zum 30. Juni. Die monatlichen Abschläge ändern sich nicht. Zu viel gezahlte Beträge erstattet PVU wie jedes Jahr mit der Jahresrechnung.
Von
Bernd AtzenrothJuly 05, 2020 at 06:38PM
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Mehrwertsteuer: Prignitzer Stromkunden profitieren - Märkische Allgemeine Zeitung
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profitieren
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